Kathodischer Schutz „heilt“ Beschädigungen.
Eine Feuerverzinkung ist sehr beständig gegen mechanische Belastungen. Bei extremer Beanspruchung können trotzdem Kratzer und Schrammen auftreten. Bei derartigen Beschädigungen wirkt der so
genannte kathodische Schutz, der auf elektrochemischem Wege eine Barriere aufbaut und somit auch Schadstellen vor Korrosion schützt.
Das bedeutet, dass sich bei einem verzinkten Bauteil, das beschädigt wurde, an der beschädigten Stelle das umgebende Zink „opfert“ und den Stahl schützt.
Stahl ist ein Baustoff, der wegen seiner guten Eigenschaften (Tragfähigkeit, Umformbarkeit
u. a.) sowie seines relativ günstigen Preises, verglichen mit alternativen Baustoffen, seine
dominierende Stellung für dünnwandige Bauteile auch zukünftig behalten und ausbauen wird.
Die einfache Montage und Demontage sowie vor allem die Wiederverwendbarkeit (Recycling)
sind gerade bei Bauelementen aus Stahlblech weitere Vorteile gegenüber Bauteilen aus anderen Baustoffen. Wie auch bei einer Reihe anderer Werkstoffe ist die Neigung
zur Korrosion im ungeschützten Zustand zu berücksichtigen. Dies gilt sowohl an der Atmosphäre als auch im Boden und im Wasser. Zur Erhaltung der Bauwerkssicherheit
entsprechend der vorgesehenen Nutzungsdauer ist Stahl daher in aller Regel vor Korrosion
zu schützen. Daneben müssen sehr oft gleichzeitig ästhetische Anforderungen erfüllt werden,
die in diesem Zusammenhang jedoch weitgehend außer Betracht bleiben sollen.
Korrosion ist definiert als die Reaktion eines metallischen Werkstoffes mit seiner Umgebung,
die eine messbare Veränderung des Werkstoffes bewirkt und im weiteren Verlauf zu einer
Beeinträchtigung des metallischen Systems führen kann.