Die Idee hinter dem Carport ist kein neuer Trend. Carports sind eine beliebte Alternative zu einer Garage für den Schutz von Fahrzeugen, Booten, usw. Das Carport wurde zum ersten Mal um 1936 entwickelt, in Folge des Wachstums der Automobilindustrie. Doch diese wichtige Marktnische wurde in den folgenden Jahrzehnten kaum ausgebreitet, im Grunde weil sich die Technologie in einem frühen Stadium befand und die Industrie nicht über das notwendige Know-how vefügte, um zuverlässige Produkte mit erheblicher Lebensdauer zu liefern, die gleichzeitig einen wirksamen Schutz gegen jede Witterung bieten könnten.
Unter einem Carport versteht man einen Unterstellplatz für PKW. Carports schützen so Fahrzeuge vor Witterungseinflüssen, trotz dem alle Seiten des Carports offen sind. Carports gelten daher nach dem Baurecht als offene Garage. Carports werden unter anderem auch als Remise bezeichnet.
Carports können aus verschiedenen Materialen wie Stahl, Aluminium oder der meist verwendete Baustoff, Holz, gefertigt werden. Neben den verschiedenen Möglichkeiten bei der Auswahl des Materials gibt es auch umfangreiche Möglichkeiten bei der Konstruktion. In der Regel werden Carports mit einem Flachdach gefertigt, aber auch aufwändige Konstruktionen wie ein Satteldach oder zum Beispiel ein Tonnendach sind möglich. Auch Unterstellplätze mit kleinen verschlossenen Anbauten sind möglich. Bei der Dacheindeckung gibt es ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten, je nach Konstruktion des Carports. So können Dacheindeckungen aus Dachziegel, Wellplatten, Schiefer, Gründach oder die normale bitumöse Dachabdichtung gewählt werden.
In Deutschland gibt es zum Bau von Carports keine einheitliche Regelung. Je nach Bundesland kann so ein Bauantrag für einen Carport nötig sein.
Carport oder Garage – was ist besser?
Immer häufiger kommt es zu Vandalismus an Autos und die Autobesitzer wollen sich schützen. Effektiven Schutz erwarten sie sich dabei von Carport oder Garage. Allerdings fällt die Entscheidung nicht immer leicht. Denn zum Einen sind Garagen sehr viel kostenintensiver, als es bei Carports der Fall ist, zum Anderen bieten Garagen aber Vergünstigungen bei der Kfz-Versicherung, was nur selten bei den Carports gegeben ist.
Grundsätzlich gilt erst einmal, dass Garagen eine geschlossene Bauweise aufweisen. Durch diese wird es möglich, das Auto besser vor Diebstahl und Vandalismus, aber auch vor Mardern zu schützen. Hinzu kommt allerdings die Gefahr des Leichtsinns der Eigentümer. Dabei gilt, dass viele Eigentümer nicht ausreichend auf die Sicherung der Garagentore achten. Ist diese aber nicht gewährleistet, haben Diebe oft leichtes Spiel. Sie verschaffen sich Zutritt zur Garage, schließen das Tor hinter sich und haben dann alle Zeit der Welt, um das Auto aufzubrechen oder andere Wertgegenstände zu stehlen. Ebenfalls können sie sich oft auch noch Zutritt zum angeschlossenen Wohnhaus verschaffen.
Wichtig ist es deshalb, so die Initiative „Nicht bei mir“, die sich mit Einbruchschutz beschäftigt, sowohl das Auto stets sorgfältig abzuschließen, als auch die Technik des Garagentors regelmäßig zu überprüfen. Ebenfalls sollten keine Wertgegenstände in der Garage liegen gelassen werden und Zugänge zum Wohnhaus sollten mindestens genauso gut gesichert werden, wie die Haupteingangstür. Sofern eine Alarmanlage für das Haus vorhanden ist, sollte ebenso die Garage mit an diese angeschlossen werden.
Die Garage selbst kann ganz nach den individuellen Vorstellungen und Wünschen geplant werden. Meist wird sie dann in massiver Bauweise gemauert. Jedoch kommen hier schnell Kosten von mehr als 10.000 Euro zusammen, was die meisten Eigenheimbesitzer nicht bereit sind, zu tragen. Alternativ dazu gibt es die vorgefertigten Garagen. Diese Fertiggaragen sind kostentechnisch oft günstiger, dennoch sollte stets im Einzelfall geprüft werden, ob die Fertiggarage wirklich preiswerter ist.
Carport: Vor- und Nachteile
Die Vorteile beim Carport liegen ganz klar im Preis. Denn mit weniger als 1.000 Euro für die Bausätze aus dem Baumarkt ist diese Lösung sehr günstig. Allerdings sehen die fertigen Carport Bausätze meist auch recht unansehnlich aus. Sie harmonieren oft nicht mit den restlichen Gebäuden auf dem Grundstück.
Zudem bietet der Carport durch seine offene Bauweise weniger Schutz vor Diebstahl und Vandalismus. Der Schutz vor den Witterungsbedingungen ist ebenfalls nur eingeschränkt möglich, so müssen die Scheiben im Winter ebenso frei gekratzt werden, wie es etwa beim Auto der Fall ist, das auf der Straße geparkt wird.
Die Bauherren, die auf der Suche nach Carport oder Garage sind, müssen allerdings ebenfalls abwägen, was möglich ist. Das Bauamt kann hier Auskunft geben, ob eher eine Garage oder ein Carport gebaut werden darf. Außerdem kommt es natürlich auf den eigenen Geldbeutel an.